Oda Legende

Oda als Vorbild

Odapark leitet seinen Namen von der Heiligen Oda, der Schutzheilige der Blinden und Sehbehinderten, ab. Die Legende besagt, dass Oda 680 blind geboren wurde. Sie ist eine schottische Königstochter und führte ein zurückgezogenes Leben mit Gebet. Am Ende ihrer Jugendzeit schickte ihr Vater sie auf Pilgerreise, um das Grab des Heiligen Lambertus von Maastricht zu besuchen, wo viele Wunderheilungen stattfanden. Hier erhielt Oda Sehvermögen zurück. Wieder zu Hause in Schottland erwachtet ihr Vater, dass sie, so wie es sich für eine Königstochter geziemt, nach einer guten Partie für eine Hochzeit aussehen wird. Aber Oda setzte ihr einsames Leben außerhalb der schottischen Gemeinschaft fort. Jedoch steht sie jetzt noch mehr als vorhin im Dienst von Gott. Als ihr Vater Oda gegen ihren Willen verheiraten wollte, flüchtete sie über die Nordsee auf das Festland, wo sie eine Pilgerreise nach Rom begann.

Nach mehreren Streifzügen ließ sie sich in Rode nieder, wo sie als Einsiedler weiterlebte und starb rund 726. Nach ihrem Tod taufte man Rode, ihr zur Ehren, um in St. Oedenrode und sie wurde dort begraben, wo sie gelebt hatte. Als er nachts über ihrem Grab ein helles Licht erschien, sah man dies als Zeichen ihrer Heiligkeit. Von diesem Moment an kamen Gläubige in großer Zahl von nah und fern ihr Grab besuchen, um Trost und Heilung zu finden. Die Legende erzählt, dass hier viele Wunder geschahen und einmal vor Ort hinterließen viele Menschen ihre Hilfsmittel, wie Blindenstöcke, an ihrem Grab. Damit wurde Oda die Schutzheilige der Blinden und Sehbehinderten.

Als ikonografisches Bild ist die Heilige Oda erkennbar an einer Elster neben ihr. Ein symbolisches Ensemble, das durch die Legende, die sagt, dass sie auf dem Weg nach Brabant auch eine Weile in Venray gewohnt hat , entstanden ist. Ihr Aufenthalt wurde durch laut zwitschernden Elstern, die auf ihrem Haus landetet, den Menschen im Dorf bekannt gegeben. Als dadurch ihre Anwesenheit verraten wurde, wurde sie vom männlichen Teil der Bevölkerung belästigt und Oda zog weiter. Aber die Vögel halfen ihr auch öfters. Als ihr Vater in der Lage war, sie zu finden, war es ihm unmöglich, sich ihrem Häuschen zu nähern, weil die Elstern einen Gemeinschaftsangriff auf ihn eröffneten.

Etymologisch ist die Elster nach den scharfen Kanten des Tieres benannt; der Schwanz und dem Schnabel. Der Vogel wird mit verschiedenen Metaphern in Verbindung gebracht, wie zu viel Reden en übler Nachrede. Auch sind Ähnlichkeiten mit Blindheit zu erkennen. Das Wort ‚blind‘ stammt vom slawischen Wort ‚wandern‘, was eine grundlegende Bedeutung ist für Verwirrung und Trübung, ab. Blind bedeutet im lettischen ‚Ich sehe undeutlich‘ und es gibt viele Hinweise in der Sprache nach dem Gebrauch von Wörtern wie dunkel, wo es auf den Begriff ‚blind‘ ankommt. Das Ursprungswort implizierte auch ein symbolisches Schließen der Augen, statt eines physischen Ausfalls. So bedeutet ‚vor etwas blind sein‘, dass man die Wahrheit nicht erkennen kann.

Die sinnlich. wahrnehmbare Welt ist die Domäne der bildenden Kunst. Die Heilige Oda blieb in Venray. Sie reiste nach Maastricht. Sie blieb symbolisch blind , für das, was die Gesellschaft von ihr erwachtete, aber sie zog jederzeit ihren eigenen Plan durch und bestimmte eigensinnig ihren eigenen Weg in der Welt. Für Odapark ist sie ein leitendes Vorbild.